Gesellschaft im Wandel.
Der Beitrag älterer Menschen und der Seniorenbüros
Die gesellschaftlichen Veränderungen seit der Gründung der BaS und der Blick in die Zukunft waren die Schwerpunkte der Jubiläumstagung in Hannover am 25./26. November 2025.
Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay, begrüßte die rund 120 Teilnehmenden mit einem Dank. Die BaS habe wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Altersbild in den vergangenen Jahrzehnten weg von Defiziten hin zu Chancen und Herausforderungen gewandelt habe. Seniorenbüros als Orte der Gemeinschaft und der Demokratie tragen zu einer funktionierenden, solidarischen, zusammenhaltenden Gesellschaft bei, so der Oberbürgermeister.
Spannend war die Gegenüberstellung der beiden Eröffnungsimpulse. Die Kommissionsvorsitzende Prof. Martina Brandt fasste die Ergebnisse des 9. Altersberichts zusammen, Prof. Sebastian Kurtenbach legte die Situation von Kindern und Jugendlichen in einer alternden Gesellschaft dar. Das Fazit beider Inputgeber:innen wie auch der anschließenden Diskussionsrunde: Es müsse mehr Orte geben, an denen sich Menschen begegnen können, gerade als vielfältige Individuen in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen, mit unterschiedlichen Anliegen und Bedürfnissen.
Viele Seniorenbüros sind bereits solche Orte der Begegnung, dies wurde in den anschließenden „Zukunftsforen“ deutlich, in denen Haupt- und Ehrenamtliche aus Anlaufstellen für ältere Menschen Ideen und Lösungen mit Weitblick diskutierten. Im Gespräch „Blick zurück und nach vorn“ mit BaS-Vorstandsmitglied Peter Stawenow würdigten Jens-Peter Kruse vom BAGSO-Vorstand und Dr. Lilian Schwalb vom BBE die Arbeit der BaS. Niedersachsens Sozialminister Dr. Andreas Philippi musste seine Teilnahme aufgrund von Krankheit leider absagen.
Die Jubiläumsfeier am Abend im neuen Rathaus Hannover war ein besonderer Höhepunkt, mit Grußworten von Bürgermeister Thomas Hermann und Erinnerungen der stellvertretenden Gründungsvorsitzenden Prof. Dr. phil. Cornelia Kricheldorff und des BaS-Vorstandsmitglieds Jens Bechtloff. Kricheldorff ist aktuell Vorsitzende der 10. Altersberichtskommission und gab einen ersten Einblick in die Arbeit zum kommenden Bericht mit dem Schwerpunkt Bildung. Buffet und Musik rundeten den Abend ab.
Mit einem philosophischen Auftakt des Gerontologen Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse startete der zweite Tagungstag. Obwohl er nur per Video zugeschaltet war, faszinierte sein Vortrag „Sei, was Du bist. Gib, was Du hast. Ältere Menschen in Verantwortungsbezügen. Eine ethische Betrachtung des Alters.“ die Zuhörenden nachhaltig.
Die Diskussionen der Fachforen zu Themen „Resilienz entwickeln“, „Begegnungsorte schaffen“, „Sorgende Gemeinschaften bilden“ sowie „Engagement und Teilhabe für alle ermöglichen“ werden im Mitgliederbereich der BaS dokumentiert.
Die Tagung wurde gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Landes Niedersachsen sowie der Landeshauptstadt Hannover.